Impfungen

Empfohlene Impfungen

Fröhliche Jugendgruppe - Fotohinweis: © NDABCREATIVITY stock.adobe.com

Überprüfen Sie Ihren Impfstatus

Rechtzeitiges Impfen schützt nicht nur denjenigen, der geimpft wird, sondern auch seine Umwelt.

Denn durch die Impfung wird der Körper angeregt, Abwehrstoffe zu bilden, die die Krankheitserreger bei einer Infektion bekämpfen können.

Wie funktioniert die Impfung?

Bei einer Impfung werden abgetötete oder abgeschwächte Erreger verabreicht, die das Immunsystem veranlassen, Abwehrstoffe zu bilden, um so bei einer wirklichen Infektion abwehrbereit zu sein. Um die volle Wirkung zu erzielen, empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) bestimmte Impfungen mehrfach in gewissen Abständen in Anspruch zu nehmen.

Abrechnung über die Gesundheitskarte

Die medizinische Notwendigkeit einer Impfung hängt von verschiedenen Faktoren ab und liegt letztendlich im Ermessen des Arztes. Die von der STIKO empfohlenen Impfungen werden über Ihre persönliche Gesundheitskarte abgerechnet. Ihr Arzt möchte die empfohlene Impfung nicht gegen Vorlage der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) vornehmen? Bitte setzen Sie sich vor Inanspruchnahme der Impfung mit Ihrer IKK - Die Innovationskasse in Verbindung. Wir beraten Sie gerne.

Grippeschutzimpfung

Um einer Grippe vorzubeugen, kann man sich impfen lassen. Der geeignete Zeitraum dafür liegt in der Zeit von September bis November. Der Impfschutz beginnt etwa zwei Wochen nach der Impfung.

Die Grippeimpfung ist normalerweise gut verträglich. Dennoch können leichte Reaktionen an der Injektionsstelle und Allgemeinreaktionen wie Abgeschlagenheit, Magen-Darm-Beschwerden oder Temperaturerhöhungen auftreten. Eine Grippeimpfung schützt nicht immer vor einer Grippe, senkt aber die Stärke der Beschwerden deutlich. Allerdings schützt sie nicht vor anderen Erkältungs-Krankheiten. Da sich die Grippe-Viren immer wieder verändern, muss die Impfung jedes Jahr aufgefrischt werden.

Menschen, die an einer Hühnereiweißallergie leiden, sollten sich nicht mit dem normalen Grippe-Impfstoff impfen lassen. Dieser kann aufgrund des Herstellungsprozesses Spuren von Hühnereiweiß enthalten. Informieren Sie unbedingt vor der Impfung Ihren Arzt bei einer solchen Allergie oder anderen Unverträglichkeiten.

Generell wird die Impfung für folgende Personengruppen (lt. STIKO - Ständige Impfkommission) empfohlen und ist für sie kostenfrei:

  • Menschen über 60 Jahre.
  • Schwangere
  • Kranke (z.B. mit chronischen Erkrankungen der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder anderen Stoffwechselkrankheiten; chronische, neurologische Grundkrankheiten wie Multiple Sklerose, angeborene oder erworbene Immunschwäche oder HIV-Infektion).
  • Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen.
  • Menschen, die mit vielen Personen in Kontakt kommen und damit einer erhöhten Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind bzw. selbst die Infektion auf andere übertragen können. Dazu gehören Lehrer, Busfahrer, Kaufhauspersonal, medizinisches Personal, Menschen, die Tätigkeiten in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr oder Personen ausüben oder in Pflege- oder Gemeinschaftseinrichtungen leben.
  • Personen mit direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln (dies schützt vor problematischen Doppelinfektionen mit dem Vogelgrippe-Virus).

Impfung gegen HP-Viren

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts, die für die Empfehlung von Impfungen zuständig ist, hat die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) für alle Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen. Eine Nachholimpfung kann bis zum Alter von 17 Jahren erfolgen. Das Impfziel der HPV-Impfung von Mädchen und Jungen ist die Reduktion der Krankheitslast durch HPV-assoziierte Tumoren (z.B. Gebärmutterhalskrebs).

Die besondere Leistung der Innovationskasse

Die Impfung gegen HPV ist für 9 bis 17-jährige Mädchen und Jungen kostenfrei und wird von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Die IKK Innovationskasse bietet darüber hinaus auch für junge Frauen und Männer bis zum 26. Lebensjahr eine Kostenübernahme für die Impfung an. Hintergrund ist, dass die Wirksamkeit der Impfung bis zum 26. Lebensjahr nachgewiesen ist. Allerdings müssen diese Frauen und Männer die Impfung zunächst selbst bezahlen und können sich den Betrag von der IKK anteilig erstatten lassen.

Wenn Sie sich hierzu beraten lassen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt zu dem IKK-Servicecenter in Ihrer Nähe auf.

Impfung gegen Meningokokken-B

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut, die für die Empfehlung von Impfungen zuständig ist, empfiehlt die Impfung gegen Meningokokken B nur für besonders gesundheitlich gefährdete Personen mit angeborener oder erworbener Immundefizienz bzw. -suppression mit T- und/oder B-zellulärer Restfunktion, insbesondere

  • Komplement-/Properdindefekte,
  • Eculizumab-Therapie (monoklonaler Antikörper gegen die terminale Komplementkomponente C5),
  • Hypogammaglobulinämie,
  • funktioneller oder anatomischer Asplenie.

Die besondere Leistung der IKK - Die Innovationskasse

Die IKK Innovationskasse bietet die Impfung gegen Meningokokken B auch den Versicherten an, die nicht zu dem zuvor genannten Personenkreis zählen. Die Kosten der Impfung müssen in diesem Fall zunächst selbst bezahlen werden. Die IKK kann dann eine anteilige Erstattung des Impfstoffes vornehmen.

Wenn Sie sich hierzu beraten lassen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt zu dem IKK-Servicecenter in Ihrer Nähe auf.

Schutzimpfung bei privater Auslandsreise

Die Innovationskasse übernimmt die entstandenen Kosten für Schutzimpfungen bei Auslandsreisen mit Ausnahme von beruflich bedingten Auslandsaufenthalten, sofern diese von der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut empfohlen wird, einschließlich einer notwendigen medikamentösen Malariaprophylaxe zu 100%.

Zu den Reiseschutzimpfungen, für die die IKK Innovationskasse die Kosten bzw. einen Zuschuss dazu erstattet, gehören Impfungen gegen Krankheiten wie zum Beispiel:

  • Cholera
  • FSME Zecken-Hirnhautentzündung (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
  • Gelbfieber (In Deutschland dürfen ausschließlich staatlich zugelassene Gelbfieberimpfstellen die Impfung vornehmen.)
  • Hepatitis A
  • Hepatitis B
  • Influenza
  • Meningokokken
  • Poliomyelitis
  • Tollwut
  • Typhus

Was wird nicht erstattet?

Impfungen aus Anlass einer berufsbedingten Auslandsreise dürfen leider nicht durch die gesetzliche Krankenversicherung erstattet werden.

Weiterführende Informationen

Weitergehendes Material finden Sie

Für medizinische Fragestellungen steht Ihnen Ihr behandelnder Arzt sicher gerne zur Verfügung. Nehmen Sie doch einfach Ihren Impfpass zur nächsten Untersuchung mit. Ihr Arzt kann dann Ihren aktuellen Impfstatus überprüfen.

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Nutzungshinweise

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